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Welche Rotweine könnt ihr mir empfehlen?

27. August um 7:27

Ich bin gerade auf der Suche nach ein paar leckeren Rotweinen mit welchen ich meine Weinschrank ergänzen könnte. Daher wollte ich mich bei euch ein wenig umhören welche Weine euch so schmecken und von welchen ihr meint das ich sie unbedingt mal probieren sollte.
Habt ihr diesbezüglich eventuell den einen oder anderen Vorschlag für mich?

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23. September um 13:09

Das kommt auf dein Budget an.
Auch welche Geschmacksrichtung - Trocken oder Lieblich.
Suchst Du ab Winzer, Supermarkt oder Internet? 

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1. Oktober um 11:26

Hallo Kathi!
Schau dich doch mal in einer Vinothek um. Dort findest du sichrlich jede Menge guter Weine mit welchen du dann deinen Weinschrank auffüllen könntest. In manchen Vinotheken wie z.B. dieser hier kann man von Zeit zu Zeit auch den Wein verkosten bevor man ihn kauft. 

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2. Oktober um 15:59
In Antwort auf katharinarheingau_33

Ich bin gerade auf der Suche nach ein paar leckeren Rotweinen mit welchen ich meine Weinschrank ergänzen könnte. Daher wollte ich mich bei euch ein wenig umhören welche Weine euch so schmecken und von welchen ihr meint das ich sie unbedingt mal probieren sollte.
Habt ihr diesbezüglich eventuell den einen oder anderen Vorschlag für mich?

Offenbar stimmt der Spruch nicht "Nomen est Omen".

Damit will ich sagen, in Deinem Namen ist "Rheingau" enthalten. Was soll es denn da Kultivierteres geben als einen wirklich guten Jahrgang des Assmanshäuser Höllenberg (Spätburgunder)?

Für mich ist der Rheingau auch nicht weit um die Ecke, da gibt es soviel Vortreffliches. Neben hervorragenden Weiß- auch etliche Rotweine.

Aber kommen wir zurück zur Sache:

Mich lacht ein großer Weinkeller an, und die besten Flaschen werden in meinem Weinklimaschrank aufbewahrt.

Bei den Weinen bin ich der Freund von allem Guten, was für mich noch so gerade erschwinglich ist. Für sinnvoll halte ich eine kleine Sammlung - budgetabhängig natürlich.

Für große Anlässe dürfen da schon ein paar teurere Weine dabei sein. Nur die großen Franzosen flößen mir lediglich Ehrfurcht ein. Ruinieren möchte ich mich dafür nicht.

Italien:

Unter großen Weinen verstehe ich Brunellos, die nicht unbedingt aus dem Supermarkt stammen sollten. Da sollte eine Preisklasse zwischen 30 und 40 Euro weder unterschritten noch überschritten werden. Wer mir einen um die 20 Euro nennen könnte, der besonderes Lob verdient, dem wäre ich dankbar. Was jenseits der 40 Euro steht, ist zwar meist gut, aber vergleichsweise Nepp.

Naja, ein Brunello ist nunmal noch lange kein Sassicaia, aber 250 Euro möchte ich nun wirklich nicht hinblättern.

Da empfehle ich doch ein paar saftige Chiantis, manche schon für 10 Euro erhältlich. Es ist nicht alles teuer, was gut ist.

Barolos haben mich immer enttäuscht. Und die herrlichen Amarones aus dem Valpolicella bilden eine Extraklasse für sich, sind teuer, eigentlich kein normaler Rotwein mehr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder Amarone macht - und einige sind wieder ganz versessen darauf. Der sehr starke Dörrobstanteil ist toll zu edlen Rindfleischgerichten - solo getrunken am Kamin herrlich, aber man muss es mögen. 

Zur Zeit herrscht ja ein Hype bezüglich der "Primitivos", auch Negroamaros sind noch in, und richtig gut können entsprechende Cuvées sein. Aber auch hier muss man mögen: zuviel Frucht, zuviel Marmelade manchmal, aber einige sind richtig gut. Da wird man in Preisklassen um 8 - 12 Euro schon fündig. Und am Kaminfeuer lässt sich das gut konsumieren.

Es tut mir leid für alles, was ich hier auslassen muss. Es fällt mir unendlich viel ein.

Ich springe nach Spanien:

Ein Freund von mir meinte mal, die Spanier seien so wenig mineralisch. Über diesen Ausdruck wird endlos gestritten (einige Kenner halten ihn eh für Blödsinn, ich mische mich da nicht ein. Ich weiß, was damit gemeint ist). Ohnehin lassen sich viele von etwas Falschem blenden, glauben zu sehr an das Terroir, obwohl jeder Winzer weiß:
Die richtigen Hefen sind wichtiger! Damit lässt sich sozusagen eine Terroirromantik vorgaukeln, der gar keine Realität entspricht. Aber lassen wir das.

Also da habe ich einen "Geheimtip", der mir jetzt schon leid tut. Weil er die Preise in die Höhe treiben könnte. Naja, weil ihr es seid!

Rioja und Ribera del Duro sind ja schon berühmt, aber wer kennt eigentlich das Priorato? Und wer möchte noch an der sogenannten "Mineralität" zweifeln, die so herrlich neben der Vanille-, Kakao- und Tabaknote existiert, wenn er einen Priorat-Wein verkostet hat? Ihr bekommt sehr gute Weine noch immer für 12 - 20 Euro nach langer Suche im Netz. Noch!!! Eine bestellen, sich freuen und dann kistenweise kaufen. Nein, ich bin kein Händler, verdiene mit meinen Tips nichts. Vergesst sie also schnell.

Und jetzt muss ich aus Zeitgründen aufhören. Die nächsten Themen sind Südafrika und Deutschland.

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2. Oktober um 19:06

Fortsetzung:

Ach, es gibt ja inzwischen richtig gute deutsche Rotweine. Der einzige Vorzug des Klimawandels.

Zu den Spätburgundern muss man ja einer Rheingauerin wie Dir nichts sagen. Das Angebot ist grenzenlos. Dabei sollte man auch die Rheinhessen-Lagen nicht ganz vergessen.

Die Pfalz hat seit langem schon keinen gepanschten Wein mehr.

Und wer die kräftigeren Sorten liebt, wird im Württembergischen fündig - vor allem am Kaiserstuhl.

Ich denke so gerne an den Lemberger, eine Delikatesse - ein wenig Spätburgunder, ein wenig Cabernet Sauvignon - kann schon eine tolle Sache sein, muss aber nicht immer, wenn er zu einseitig schmeckt. Und einseitig meint: Wenn er billig ist, macht er zu satt. Wenn er großartig ist, dann gehört er mit zum Besten. Übrigens heißt er in anderen Regionen, z.B. in Österreich, auch Blaufränkisch.

Ich mag die Franken am meisten, wenn sie blau sind. (Doofer Kalauer, der mir soeben einfällt).

So lieblichere Sorten sind nicht mein Ding. Vor allem nicht der Dornfelder, den es zwar auch trocken gibt, aber er hat wenig Komplexität. Und Komplexität heißt ganz einfach: Es schmeckt nach vielem! Nicht nur nach dem oder dem. Für mich ein unträgliches Zeichen großer Weine (ich hatte nie ein größeres Geschmackserlebnis auf der Zunge als einen Sassicaia. Da wusste ich einfach nicht, wonach er überhaupt schmeckt, weil er nach "allem" schmeckt. Du hättest alles runterbeten können, beinahe alles hätte man gefunden. Ob Tabak, Kräuter, Brombeer, Kirsch, Pflaume, Vanille, nur nicht zuviel Blume, aber vielleicht auch das ... ein Traum, ein Duftmeer, in dem man geradezu mit der Nase spazierengehen kann).

Jetzt muss ich wieder mal aufhören. Übrigens ist auch ein deutscher St. Laurent nicht ganz zu verachten.

Und toll ist: Die Preise - die sind zwar bei dt. Spätburgundern zum Teil schon exorbitant. Aber bloß nicht in den Burgund fahren. Ein Fläschchen unter 50 Euro ist bei deren Spätburgundern in der Regel nur Plörre. Und Geheimtips haben nicht einmal die Einheimischen dort. Also wenn bei uns ein Spitzenburgunder 60 Euro kostet, so dürft ihr in Frankreich für die gleiche Qualität um die 100 ausgeben. Garantiert. Aber wenn ich ehrlich sein soll, die Franzosen sind bei den höheren Preisen ein ganz klein wenig besser: Einfach mal nach Beaune fahren und ein Probiergläschen für 20 Euro kosten: Denn mehr kann man sich als Otto-Normalverbraucher nicht leisten. Aber an den glänzenden Nuits-St.-Georges im Probiergläschen werde ich mich immer erinnern.

OK, jetzt habe ich mich nach Frankreich verloren, da wollte ich doch gar nicht hin.

Fortsetzung folgt.

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2. Oktober um 20:43

Fortsetzung:

Südafrika.

Ein Paradies für Weinliebhaber. Allerdings ziehen die Preise inzwischen mächtig an.

Reinrassige Cabernet Sauvignons aus Südafrika können ein Traum sein - und das bei noch vertretbaren Preis-Leistungsverhältnissen. Und noch großartiger sind gute Shiraz. Die werden hier nicht nach Parker-Punkten, sondern nach "John Platter" bewertet. Mal darauf achten. 4 Platterpunkte ist schon verdammt gut und manchmal im Sonderangebot um 10 Euro rum zu kriegen. Ein Hochgenuss. Wer Näheres erfahren will, muss mir schon eine PN schreiben: Dann verrate ich vielleicht, aber auch nur vielleicht meinen Lieferanten mit seinen tollen Angeboten.

Der klassische südafrikanische Pinotage ist Geschmackssache - bei einigen sehr beliebt, ich mag ihn nicht so besonders.

Tolle Weißweine hat's auch, aber das ist hier ja gerade nicht Thema.

Chile.

Ich scheue mich nicht, zu behaupten, dass es sogar tolle Supermarktweine gibt. Und das überaus preiswert.

Jedenfalls würde ich als Einsteiger durchaus keinen Chilenen ablehnen.

Eine absolut grandiose Sorte heißt "Carménère". Sehr üppig bisweilen, große Fülle, viel Geschmack. Aber wie alles Geschmackssache.

Frankreich

Das tolle Land möchte ich auslassen. Was guten Wein angeht, bisweilen Halsabschneidertum. Ich könnte allerdings hervorragende Weine nennen, die noch bezahlbar sind. Aber das sind ganz ganz wenige.

Beispielsweise ein netter geschmeidiger Cote du Rhone von Perrin. Da gibt es welche um 10 Euro, die ganz gut trinkbar sind. Empfehlenswert sind aus dieser Region Cuvées aus Syrah und Grenache.

Burgunder: Um es zu gestehen. Hätte ich nicht im Frühjahr eine Reise in die Bourgogne unternommen und an Weinverkostungen teilgenommen, wäre es bei einem Vorurteil geblieben. Das hieß: Mittelmaß für extrem viel Geld. Die Wahrheit sieht anders aus:
Ottonormalverbraucher kann sich das Zeug nicht leisten. Punktum. Aber für extrem viel Geld gibt es extrem viel Qualität. Und für mittleres Geld gibt es miserable Qualität. So ist es leider.

Da kann man schon auf unsere Nachbarn schimpfen, aber die leiden ja auch darunter! Einfach nur Wein für Millionäre.

Nur gibt es ja auch die kleineren Anbaugebiete, wo noch Entdeckungen möglich sind: z.B. das Languedoc. Oder ein kleinerer Ventoux ist auch nicht zu verachten.

Nett ist auch der Chateau Beauchene, der eigentlich ein Châteauneuf du Pape ist, aber nicht so genannt werden darf: In guten Jahren ein tolles Gesöff. Preis vor ein paar Jahren noch 8 - 9 Euro, jetzt bereits 11 - 12.  Ich habe leider alle Flaschen bereits getrunken.

Also wer sich umschaut, wird sogar in Frankreich fündig.

Ich könnte jetzt beliebig so weitermachen, aber ich krieg ja keine "response". Dann höre ich einfach mal auf.

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16. Oktober um 10:30
In Antwort auf katharinarheingau_33

Ich bin gerade auf der Suche nach ein paar leckeren Rotweinen mit welchen ich meine Weinschrank ergänzen könnte. Daher wollte ich mich bei euch ein wenig umhören welche Weine euch so schmecken und von welchen ihr meint das ich sie unbedingt mal probieren sollte.
Habt ihr diesbezüglich eventuell den einen oder anderen Vorschlag für mich?

Hi Katharina,
wir haben uns für diesen Roten hier entschieden.
Wir sind kpl. begeistert von dem Wein und können ihn wirklich wärmstens empfehlen.

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16. Oktober um 11:56
In Antwort auf ivana2019

Hi Katharina,
wir haben uns für diesen Roten hier entschieden.
Wir sind kpl. begeistert von dem Wein und können ihn wirklich wärmstens empfehlen.

@Ivana. Die Begeisterung kann ich absolut nachvollziehen. Die Ähnlichkeit mit einem Amarone ist annähernd gegeben. Aber er hat dann erfreulicherweise noch andere Noten.

Super Empfehlung.

Ist natürlich in einer bestimmten Preisklasse. Das muss man bei so einer Qualität sich schon leisten können. Aber es lohnt sich zumindest zu festlichen Anlässen. Eher nicht zum Essen aufgrund der Intensität. Wenn zum Essen, dann nur zu kräftigen Fleischgerichten (Rind am Besten in Amarone zum Beispiel), weniger zu Vegetarischem oder Veganem.

Dumm ist nur, wenn man dann "Banausen" am Tisch hat, die so einen Wein nicht von einem Nullachtfufzehn-Wein unterscheiden können, wie es mir im Familienkreis oft geht.

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25. Oktober um 13:31
In Antwort auf schnell91

Fortsetzung:

Südafrika.

Ein Paradies für Weinliebhaber. Allerdings ziehen die Preise inzwischen mächtig an.

Reinrassige Cabernet Sauvignons aus Südafrika können ein Traum sein - und das bei noch vertretbaren Preis-Leistungsverhältnissen. Und noch großartiger sind gute Shiraz. Die werden hier nicht nach Parker-Punkten, sondern nach "John Platter" bewertet. Mal darauf achten. 4 Platterpunkte ist schon verdammt gut und manchmal im Sonderangebot um 10 Euro rum zu kriegen. Ein Hochgenuss. Wer Näheres erfahren will, muss mir schon eine PN schreiben: Dann verrate ich vielleicht, aber auch nur vielleicht meinen Lieferanten mit seinen tollen Angeboten.

Der klassische südafrikanische Pinotage ist Geschmackssache - bei einigen sehr beliebt, ich mag ihn nicht so besonders.

Tolle Weißweine hat's auch, aber das ist hier ja gerade nicht Thema.

Chile.

Ich scheue mich nicht, zu behaupten, dass es sogar tolle Supermarktweine gibt. Und das überaus preiswert.

Jedenfalls würde ich als Einsteiger durchaus keinen Chilenen ablehnen.

Eine absolut grandiose Sorte heißt "Carménère". Sehr üppig bisweilen, große Fülle, viel Geschmack. Aber wie alles Geschmackssache.

Frankreich

Das tolle Land möchte ich auslassen. Was guten Wein angeht, bisweilen Halsabschneidertum. Ich könnte allerdings hervorragende Weine nennen, die noch bezahlbar sind. Aber das sind ganz ganz wenige.

Beispielsweise ein netter geschmeidiger Cote du Rhone von Perrin. Da gibt es welche um 10 Euro, die ganz gut trinkbar sind. Empfehlenswert sind aus dieser Region Cuvées aus Syrah und Grenache.

Burgunder: Um es zu gestehen. Hätte ich nicht im Frühjahr eine Reise in die Bourgogne unternommen und an Weinverkostungen teilgenommen, wäre es bei einem Vorurteil geblieben. Das hieß: Mittelmaß für extrem viel Geld. Die Wahrheit sieht anders aus:
Ottonormalverbraucher kann sich das Zeug nicht leisten. Punktum. Aber für extrem viel Geld gibt es extrem viel Qualität. Und für mittleres Geld gibt es miserable Qualität. So ist es leider.

Da kann man schon auf unsere Nachbarn schimpfen, aber die leiden ja auch darunter! Einfach nur Wein für Millionäre.

Nur gibt es ja auch die kleineren Anbaugebiete, wo noch Entdeckungen möglich sind: z.B. das Languedoc. Oder ein kleinerer Ventoux ist auch nicht zu verachten.

Nett ist auch der Chateau Beauchene, der eigentlich ein Châteauneuf du Pape ist, aber nicht so genannt werden darf: In guten Jahren ein tolles Gesöff. Preis vor ein paar Jahren noch 8 - 9 Euro, jetzt bereits 11 - 12.  Ich habe leider alle Flaschen bereits getrunken.

Also wer sich umschaut, wird sogar in Frankreich fündig.

Ich könnte jetzt beliebig so weitermachen, aber ich krieg ja keine "response". Dann höre ich einfach mal auf.

Den Carménère finde ich auch besonders gut!

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25. Oktober um 17:14
In Antwort auf l.diehl

Den Carménère finde ich auch besonders gut!

Es gibt so großartige Carménère, da kann man schon ins Schwärmen geraten.

Wenn Du ein Mann wärst und in der Nähe wohnen würdest, würde ich, männlich (und hetero!), Dich zu einem Fläschchen einladen wollen. Frauen sind leider ausgenommen, da das mir zu heikel wäre. Schließlich will ich meinen guten Ruf wahren.
 

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